34. Socialbar Bonn am 7. November 2016

Socialbar Bonn
08.11.2016 0

Zur 34. Socialbar Bonn kamen am 7. November 2016 wieder Teilnehmer unterschiedlicher Institutionen, Unternehmen, NGOs sowie Ehrenamtliche und Kreative, die in der digitalen Szene Bonns aktiv sind. Beim Gastgeber Engagement Global referierten dieses Mal Michèle Lichte von IG4 Business, Melanie Olbrich von Mel.O.Diy gUG und Frederik Caselitz von den Digital Development Debates (DDD).

Instagram gehört für viele Menschen inzwischen zum Social-Media-Alltag. Auch für Unternehmen ist die Plattform attraktiv: eine hohe Interaktionsrate, effiziente Kundenbindung, und das Erreichen neuer Zielgruppen (unter anderem junges Publikum) sind nur einige der Vorzüge, so Michèle Lichte. Sie ist Mitbegründerin von IG4 Business, einer Instagram Marketing Agentur, die Unternehmen im erfolgreichen Umgang mit der Plattform berät. Zu den Kunden gehören unter anderem die Deutsche Post (DHL), die Bundeskunsthalle und das Kunstmuseum Bonn. Die freiberufliche Fotografin und Bloggerin gab den Socialbar-Teilnehmern einen Einblick in die „Dos and Don’ts“ beim Arbeiten mit Instagram. Zu den Basics gehören unter anderem ein vollständiges Profil, eine einheitliche Bildsprache und regelmäßiges Reagieren auf Kommentare.

Auch ohne großes Budget, z.B. als kleinere NGO, könne man sich effizient in Szene setzen, so Michèle Lichte auf eine Frage aus dem Publikum. Man solle sich zunächst fragen: Was braucht das Unternehmen? Was soll erreicht werden? Lohnt sich die Präsenz auf der Plattform für das Unternehmen? Vom exzessiven – und teuren – Gebrauch professioneller Spiegelreflexfotografie oder Stockbildern rät die Expertin ab: „Die User wollen authentischen Content und nicht immer nur Werbebilder“, stellt sie klar.


Effizienter Umgang mit Finanzen und Ressourcen sind auch für Melanie Olbrich unerlässlich. Die Meckenheimerin setzt sich für die Umsetzung eines Mini-Indoor-Spielplatzes ein. Die „Mel.O.Diy“ gUG entstand aus einer privaten Idee und finanziert sich mittlerweile erfolgreich über Crowdfunding. Zur Finanzierung nutzt sie vor allem die Spendenplattform betterplace.org (in der Vergangenheit bei der Socialbar vorgestellt)

Im grasgrünem Shirt, das den Schriftzug „MelODiy“ trägt, präsentiert Melanie Olbrich den Socialbar-Teilnehmern die gesponserten Werbeprodukte, die sie nutzt, und berichtet mit viel Begeisterung und Energie von ihrem Projekt: „Es muss Spaß machen, das ist das Wichtigste. Das ist der Motor für alles. Wenn es keinen Spaß macht, lasst es“, gibt sie dem Publikum mit.


 

Um globale Themen geht es im Onlinemagazin des Entwicklungspolitischen Forums der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das englischsprachige „Digital Development Debates (DDD)“ richtet sich an alle entwicklungspolitisch Interessierten und positioniert Schwerpunktthemen des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Unter den Autoren des Magazins finden sich Koryphäen wie beispielsweise der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi A. Annan. Mit sehr starken Bildern und Beiträgen wird in der aktuellen Ausgabe „#19 Hope“ schwere Thematik verarbeitet. Unter anderem wird beispielsweise eine Kinderbuchautorin vorgestellt, die über Malerei versucht, die Traumata syrischer Flüchtlinge verarbeiten zu helfen.

Die dynamische Veröffentlichung des Magazins ermöglicht eine Anpassung der Inhalte, die dem Debatten-Charakter gerecht wird. Für die Zukunft des Formats wünscht sich Referent Frederik Caselitz mehr Möglichkeiten für Interaktion.


Fotos von der 34. Socialbar Bonn auf flickr

Die nächste Bonner Socialbar findet am 6. Februar 2017 statt.

 

Narîn Leder, Projektmitarbeiterin DW Akademie

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