Digitales Bonn – was geht?

Socialbar Bonn
05.04.2017 1
36. Socialbar Bonn, Foto: Barbara Frommann

„Wer weiß wo Wolfenbüttel liegt?“ Mit dieser ungewöhnlichen Frage eröffnete Gastro-Bloggerin Karin Krubeck ihren Vortrag bei der 36. Social Bar Bonn am Montag, 3. April, im Alten Rathaus Bonn. Die rund 100 Teilnehmer reagierten zurückhaltend, sollten aber in den folgenden zehn Minuten erfahren, was es mit der niedersächsischen Stadt auf sich hat. 

Anlässlich der Jahrespartnerschaft zwischen der Bundesstadt Bonn und Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen, wurde bei der Socialbar unter dem Titel „Digitales Bonn – was geht?“ im Alten Rathaus diskutiert. Bürgermeister Reinhard Limbach begrüßte die Gäste bevor Karin Krubeck am Beispiel Wolfenbüttel aufzeigte, welche Rolle Social Media im Stadtmarketing spielen kann. Krubeck berichtete, dass zwei Reiseblogger mit einer Foto-Aktion auf Twitter über Nacht die gesamte deutsche Reisebloggerszene auf die kleine Stadt Nahe Braunschweig aufmerksam gemacht hätte. Das Interesse an Wolfenbüttel sei seitdem groß, die Stadt werde dieses Jahr noch ein Bloggertreffen organisieren, berichtete Krubeck. Sie wünschte sich für Bonn vergleichbare Aktivitäten, auch wenn sie gleichzeitig einräumte, dass die Strukturen innerhalb Bonns dies nicht ohne weiteres möglich machten. „Das Stadtmarketing muss dafür sorgen, dass die über 100 Blogger die wir in Bonn haben mit eingebunden werden“, findet sie.

Auch in der politischen Bildung spielen Online-Tools und -Strategien eine große Rolle. Daniel Kraft, Leiter der Stabsstelle Kommunikation Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn, stellte dazu einige Beispiele vor. „Ein sehr erfolgreiches Angebot der Bundeszentrale ist der Wahl-O-Mat. Bei der letzten Bundestagswahl hatten wir 13 Millionen Nutzungen“, beschreibt er die Beliebtheit des Online-Tools. Der Wahl-O-Mat konfrontiere Nutzer mit Thesen aus den Wahlprogrammen der Parteien, je nach Zustimmung oder Ablehnung analysiert das Tool welches Parteiprogramm zu den eigenen Ansichten passt. Darüber hinaus verwies Kraft anlässlich des anstehenden 65-jährigen Bestehens der BpB, wie eng verbunden die Bundeszentrale mit Bonn ist. Das zeige sich auch am Hashtag der Kampagne zum Jubiläum: #borninbonn.

Ivan Ryzkov, Managing Director und Vorstand des Digital Hub Region Bonn, erläuterte im dritten Vortrag des Abends Einblicke in die Arbeit des Gigital Hub als auch in die Startup-Szene in Bonn. „Der Hub ist ein Inkubator für Startups, die dazugehörige Innovation Factory unterstützt neue Gründungen aus Organisationen heraus. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Leute gezielt an der Gründung von Start-Ups und Spin-Offs arbeiten können“, so Ryzkov. Bonn habe für Startups einiges zu bieten, wovon viele schon profitierten, beschrieb Ryzkov die lokale Gründer-Szene.

In der Pause und im Anschluss bestand wie immer die Möglichkeit, sich untereinander und mit den Referenten auszutauschen.

Die nächste Socialbar Bonn ist für Montag, 12. Juni, geplant. Gastgeber ist die Bundeszentrale für politische Bildung.

Ein weiterer Nachbericht auf der Seite von Engagement Global

 

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