The Power of Networks – Wie Vernetzung zu Handeln führen kann

Allgemein
04.06.2019 0

Mit den Fragen wie Menschen vernetzt und Wissen vermehrt werden können, setzten sich die Referierenden und Teilnehmenden der 46. Socialbar in Bonn auseinander. Am 3. Juni 2019 stellten zwei Initiativen ihre Ideen dazu bei Engagement Global vor.

Ellen Poschen, die Leiterin der Online-Redaktion des Haus der Geschichte Bonn, machte den Anfang und präsentierte die neue Website zum „Weg der Demokratie“. Der „Weg der Demokratie“, der durch Bonn und Umgebung führt, wurde bereits 2004 eröffnet und bietet die Möglichkeit, bei einem Spaziergang die wichtigsten Orte der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kennenzulernen. Anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes am 23. Mai 2019 bekam die dazugehörige Website einen neuen Anstrich und nimmt interessierte Bürgerinnen und Bürger jetzt auch digital mit auf Entdeckungstour. So können sich diese entweder von Ort zu Ort navigieren lassen oder aber die 64 historischen Plätze und Gebäude mit Hilfe von Bildern, Texten und Hörbeiträgen vom Sofa aus entdecken.

 

 

Um die Seite bekannter zu machen, veranstaltete das Team von Ellen Poschen am Tag des Relaunches der Website einen „Social Media Walk“, zu dem Influencerinnen und Influencer aus dem Bonner Raum eingeladen wurden. Trotz Regens seien um die 50 Personen gekommen, die mit Regenschirm und Kamera bewaffnet zahlreiche Bilder des Walks auf Instagram veröffentlichten, berichtete Poschen. Trotzdem müsse noch viel Werbung gemacht werden, um mehr Menschen zu erreichen und die historischen Orte erfahrbar zu machen. Interaktive Formate wie dieses seien heutzutage aber sehr gefragt.

Franziska Kohn und Jannik Kaiser von Unity Effect e. V.  stellten anschließend in ihrer Präsentation „The Power of Networks“ ein von ihrem Team entwickeltes Verfahren zur Abbildung und Visualisierung von sozialen Netzwerken und Verbindungen vor. Die Idee ist es, den Teilnehmenden einer Veranstaltung den Zugriff auf wertvolle Informationen über ihre bestehenden und vor allem potenziellen Schlüsselpartner bereitzustellen. Um Verbindungen herstellen und abbilden zu können, konnten etwa die Teilnehmenden des SDG Global Festival of Action ein Profil von sich erstellen und beispielsweise angeben, an welchen Sustainable Development Goals (SDG) sie arbeiten, über welches Wissen sie verfügen und welche Fähigkeiten sie darüber hinaus benötigen, um mit ihrer Maßnahme der Erreichung des jeweiligen SDGs näher zu kommen. Die so entstehende Karte kann schließlich interaktiv genutzt werden, indem unter anderem Verknüpfungen zu Personen angezeigt werden, die am gleichen SDG arbeiten oder über Fähigkeiten verfügen, nach denen eine andere Person sucht. Hinter Verfahren wie diesem stecke großes Potenzial, so Kohn und Kaiser. Zum einen ermögliche es, große Datenmengen visuell und intuitiv zu gestalten, Events intentionaler zu gestalten und durch die Vernetzung mit den „richtigen“ Personen ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Auf dem „Global Festival of Action“, das im Mai in Bonn stattfand, wurden mit diesem Tool beispielsweise über 800 neue Verbindungen und Netzwerke gebildet.

Die nächste Socialbar Bonn findet nach einer Sommerpause am 2. September 2019 statt.

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