Digitales Storytelling – Wie Menschen und ihre Geschichten begeistern können

Allgemein
12.09.2020 0

Bei der 51. Socialbar Bonn am Montag, 7. September 2020, drehte sich alles um das Thema „Digitales Storytelling“ und darum, wie mit dieser Form des Contents die richtige Zielgruppe angesprochen werden kann. Die rund 40 Teilnehmenden konnten drei spannenden Vorträgen lauschen. Corona-bedingt wurde die Sovialbar zum dritten Mal digital per Zoom und Facebook live ausgerichtet.

Beim digitalen Storytelling geht es darum, mit digitalen Bildern Geschichten zu erzählen und dadurch Erzählende und Zuhörende miteinander zu verknüpfen.

Stephanie Braun erzählte von ihren Erfahrungen mit Storytelling auf Twitter. Seit einigen Jahren twittert sie schon von ihrem Account „Kleiner Komet“. Dabei teilt sie hauptsächlich ihre Erlebnisse und Eindrücke von öffentlichen Veranstaltungen. Laut Braun geht es beim Twittern über Events vor allem darum, inhaltlich zusammenzufassen, durch Tags zu netzwerken und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Besonders wichtig sei es dabei, zusammengehörende Tweets so zu verfassen, dass sie auch für sich stehen können – und doch zusammengesehen eine Geschichte erzählen.

Stephanies Vortrag zum Nachlesen

Astrid Nierhoff-Fassbender berichtete von ihrer Arbeit bei Storyatelier Köln. Die gemeinnützige Agentur arbeitet unter anderem mit NGOs zusammen und erzählt gemeinsam mit ihnen und den Protagonistinnen und Protagonisten wahre Geschichten. Fassbender legt dabei besonders viel Wert darauf, dass die Erzählungen und die Menschen dahinter authentisch sind. Trotzdem – oder gerade deshalb – sei es wichtig, ethische Herausforderungen, wie eine mögliche Re-Traumatisierung, bei der Aufbereitung von emotionalen Geschichten mitzubedenken.

Xenia Fischer und Daniela Herrmann von Aktion Mensch erzählten von dem Projekt #Inkluencer und davon, wie wichtig die Geschichten echter Menschen für die Kommunikation der Organisation seien. Den Hashtag #Inkluencer hat Aktion Mensch im Jahr 2019 ins Leben gerufen und lässt seitdem Inkluencer ihre Geschichten erzählen. Inkluencer sind Menschen mit und ohne Behinderung, die sich aktiv für Inklusion einsetzen und durch ihre Social Media-Arbeit auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen.

Vor und nach den Vorträgen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich untereinander vernetzen – etwa in Breakout Rooms – und sich auch mit den Referentinnen austauschen. Also fast so, wie bei den 48 analogen Socialbars, die das Team seit 2010 ausrichtet. Ob der nächste Termin am Montag, 2. November, wieder virtuell ausgerichtet wird oder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann, ist noch offen. Aber das Thema für die 52. Socialbar Bonn steht schon fest: „Künstliche Intelligenz und Virtual Reality“.

Das Video der 51. Socialbar Bonn auf Facebook

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