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Socialbar Bonn #8

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Agenda

18.00 – 18.30 Uhr: Ankommen + Kennenlernen
18.30 – 19.15 Uhr: Zwei Präsentationen + Fragerunde
19.15 – 19.30 Uhr: PAUSE
19.30 – 19.50 Uhr: Präsentation + Fragerunde
19.50 – Ende offen: Open space – Themenrunde, Kontakte knüpfen, Kooperationen planen

ReferentInnen:

  • „Digitale Selbstverteidigung in öffentlichen Netzen“ – Referent: fukami
  • „Creative Commons“ – Referent: Marco Medkour (Präsentation)
  • „Socialbar Köln“ – Referent: Martin Herrndorf (Socialbar Köln) (Präsentation)

Thomas Schwarz musste krankheitsbedingt absagen. Seinen Vortrag „Die Sprache der NGOs“ holen wir zu einem späteren Zeitpunkt nach.


Digitale Selbstverteidigung
Fukami, ein in Köln tätiger Web-Consultant, begann seinen Vortrag mit der Darstellung der verschiedenen W-Lan-Typen und ihrer Sicherheit. Die häufig zu findendenden unverschlüsselten W-Lans (Typ 1) sind auch die unsichersten, da sie es jedem Hacker ohne großen Aufwand ermöglichen die über sie genutzten Anwendungen (z.B. Facebook) zu kapern. Typ 2, der ehemalige W-Lan-Standard WEP (Wired Equivalent Privacy) erfordert zwar schon größere kriminelle Energie, ist bei entsprechendem Wissen und Equipment aber ebenfalls innerhalb von Sekunden zu knacken. Sicher ist zur Zeit vor allem Typ 3, WPA (Wi-Fi Protected Access), das bei Verschlüsselung und Authentifizierung den weitgehendsten Schutz bietet. Ein weiterer Risikofaktor sind die als Router genutzten Gateways, über die ein Hacker die DNS kapern und sich dadurch als eine andere Website (z.B. Google) ausgeben kann. Besonders mobile Clients sind für diese Angriffe anfällig. Als Schutz empfehlen sich die Einrichtung von Virtual Private Networks oder Secure Shell Protokollen, mit denen sich höhere Sicherheit erzielen lässt. Ein wesentlich banaleres Mittel ist zudem die Deaktivierung aller Dienste die einen Computer oder ein Handy automatisch mit verfügbaren W-Lans zu verbinden versuchen. Als zusätzliche Schutzmaßnahme abseits technischer Fragen empfiehlt sich zudem für alle genutzten Dienste die Auswahl verschiedener und möglichst komplizierter Passwörter.

Creative Commons
Neben seinem Beruf betreibt Marco Medkour das in Köln ansässige Label Rec72, das sich auf unter Creative Commons lizensierte Musik und Visuals spezialisiert hat. Weiterhin ist er Organisator des Cologne Commons Festivals. Creative Commons (CC) ist eine Non-Profit-Organisation, die durch die Entwicklung einfacher Lizensierungen dabei helfen will, künstlerische Schöpfungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. CC ersetzt dabei nicht das jeweilige nationale Urheberrecht sondern ermöglicht die Freigabe eigener Werke zur kostenlosen Nutzung. In über 70 Ländern hat CC Eingang in die Rechtsprechung gefunden und viele Organisationen (u.a. Wikipedia, NDR, Al Jazeera, BPB) lizensieren ihre Inhalte ganz oder teilweise über CC-Lizenzen. Auch Privatpersonen können ihre Werke auf Plattformen wie Flickr, Youtube und Jamendo mit solchen Lizenzen versehen. Für die Urheber stehen sechs Lizenzen zur Verfügung:

  • CC-BY (Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers)
  • CC-BY-ND (Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers, Bearbeitung des Werkes nicht erlaubt)
  • CC-BY- NC (Nichtkommerzielle Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers)
  • CC-BY-NC-ND (Nur nichtkommerzielle Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers, Bearbeitung des Werkes nicht erlaubt)
  • CC-BY- NC-SA (Nur nichtkommerzielle Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers und Verpflichtung zur Weitergabe zu den selben Bedingungen)
  • CC-BY- SA (Nutzung erlaubt bei namentlicher Nennung des Urhebers und Verpflichtung zur Weitergabe zu den selben Bedingungen)

Socialbar Köln
Martin Herrndorf ist nach eigener Beschreibung ein ökologisch angehauchter Student der Betriebswirtschaft und gehört zum fünfköpfigen Orgateam der Socialbar Köln, die am 23.09.2011 erstmals im Betahaus, einem Coworking Space in Köln stattfinden wird. Das Motto der ersten kölschen Socialbar ist „Marken und Geschichten“, folgende Referenten haben sich dafür angekündigt:

  • Die Macher von Alte Liebe, einem Projekt bei dem Bewohnerinnen von zwei Seniorenwohnanlagen in Kassel unter der Anleitung von Studenten des Produkt-Designs modische Mützen häkeln, die dann über das Internet vertrieben werden. Von dem Erlös werden Aktionen in den Wohnanlagen finanziert.
  • Das Team von Neuland, das kommunales Brachland begrünt um es zwischenzunutzen und auf seinen Verfall hinzuweisen.
  • Christoph Harrach, Karma- und Yoga-Blogger auf Karmakonsum.de, der die von ihm geplanten Yoga-Flashmobs vorstellen wird.
  • Als Guest Speaker ausserdem die beiden Israelis Ziv Schneider und Eido Gat, die eine Markenversion für die krisengebeutelte Stadt Hebron im Westjordanland entwickelt haben.

Förderer und Kooperationspartner der Socialbar Köln ist die am folgenden Tag beginnende Messe Ökorausch, auf der auch mehrere der Referenten wieder vertreten sein werden.

Felix C. Stein

Details

Datum:
05.09.2011
Zeit:
18:00 - 22:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltungsort:
GIZ
Friedrich-Ebert-Allee 40
Bonn, 53113 Deutschland
Webseite:
https://www.giz.de/de/html/index.html

Das Team

Jana Jagalski
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Charlotte Hauswedell
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Daniel Montua
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Michael Münz
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Ute Lange
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