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Socialbar Stuttgart #11: Stuttgart – Raum für Kultur!?

Agenda

19.00 – 19.30 Uhr: Ankommen, Hallo sagen, Drink nehmen, Kennenlernen
19.30 – 21.00 Uhr: Begrüßung, Input und SocialbarLab
21.00 – nach Lust und Laune: Diskutieren, Kontakte knüpfen, Ideen entwickeln, Kooperationen planen

 

ReferentInnen:

Socialbar Stuttgart: Stuttgart – Raum für Kultur!? Ort: Laboratorium Stuttgart, Wagenburgstr. 147, 70186 Stuttgarthttp://www.laboratorium-stuttgart.de/

 

Anknüpfend an die letzte Socialbar, bei der wir uns intensiv mit dem in Stuttgart angestoßenen Beteiligungsprozess zum Thema Kultur auseinandergesetzt haben (siehe http://www.kultur-im-dialog-stuttgart.de und Archiv), möchten wir uns an diesem Abend mit der Frage auseinandersetzen, wie viel Raum Kunst und Kultur in Stuttgart überhaupt einnehmen dürfen und wie neue „Kulturräume“ geschaffen werden können. Damit meinen wir nicht nur den Raum im Sinne von Räumlichkeiten – sondern auch Raum in den Herzen und Köpfen von uns Bürgern. Wie schaffen wir es, mehr Bürgerinnen und Bürger – egal welchen Alters und sozialer Herkunft – für Kultur zu begeistern? Müssen die Bürger zur Kultur oder kann die Kultur vielleicht auch zum Bürger kommen? Wie schaffen wir eine Beteiligungs-Kultur – weg vom Zuschauen – hin zum mitmachen und dabei sein?

In klassischem Socialbar-Stil werden wir nach 2-3 Kurzvorträgen diese Fragen im Rahmen kleiner Talkshops diskutieren. Anschließend bleibt noch Zeit zum gemütlichem Beisammensein und „networken“. Wir freuen uns auf Impulse von:

Laboratorium Stuttgart (http://laboratorium-stuttgart.de ): Raum für Kultur?!
Rolf Graser (Vorsitzender des Laboratoriums und Geschäftsführer des Forums der Kulturen) Er wird auf die Frage „Welchen Raum benötigt Interkultur“ eingehen. Wie müssen sich Kultureinrichtungen verändern, damit sie den Anforderungen einer kulturell enorm vielfältigen Einwanderungsgesellschaft (allein in Stuttgart haben bereits mehr als 50% der Jugendlichen einen Migrationshintergrund) genügen.

Lokstoff (http://www.lokstoff.com): Kultur im öffentlichen Raum
Bekannt durch ihre Inszenierungen im öffentlichen Raum – wie z.B. „vorher- nachher“ oder auch „Engel über Stuttgart“. Tom Schößler wird darüber die Erfahrungen von Lokstoff berichten, wie öffentliche Räume für Kultur erschlossen werden können.

Wagenhallen Stuttgart (http://www.wagenhallen.de): 72 HOURS URBAN ACTION
Im Juli 2012 bringt der Kunstverein Wagenhallen e.V. den Schnell-Architektur-Wettbewerb 72 HOUR URBAN ACTION (72HUA) nach Stuttgart. 100 internationale Teilnehmer, verteilt auf zehn Teams, planen und realisieren bauliche Eingriffe im städtischen Raum innerhalb von 72 Stunden. David Baur wird das spannende Projekt mit viel Raum für Kultur vorstellen.


 

Rückblick:

Über dreißig Gäste aus ganz unterschiedlichen Bereichen besuchten am vergangenen Freitag die 10. Socialbar Stuttgart, die im Laboratorium stattfand. Thema des Abends war „Stuttgart – Raum für Kultur?“.

Den inhaltlichen Einstieg machte Rolf Graser vom Laboratorium mit seinem Statement über Interkultur. Angesichts der kulturellen Diversität einer Einwanderungsgesellschaft ist es wichtig, dass Kultureinrichtungen auf die Vielfalt der Menschen eingehen und sich öffnen für andere Kulturen und ästhetische Standards. Die Einbindung von Migranten in etablierte Kultureinrichtungen ist nicht als soziales Konzept, sondern als künstlerisches Konzept zu verstehen angesichts der enormen kreativen Ressourcen, die andere Kulturen mitbringen. Allerdings sei es schwierig, in Stuttgart Räume für interkulturelle Projekte zu finden.

Das zweite Statement kam von Tom Schößler als Vertreter von Lokstoff, dem Theater, das sich „die Freiheit nimmt, dort zu spielen, wo das Leben ist“, d.h. an ganz unterschiedlichen Orten im öffentlichen Raum: auf Straßen, Plätzen, in Kaufhäusern, auf dem Flughafen und in Bussen. Lokstoff und seine örtlichen Gastgeber verstehen sich als Partner und Koproduzenten, – die Vorschläge der Gastgeber fließen in die Produktion mit ein. Das Lokstoff-Konzept „Spielen im öffentlichen Raum“ stößt insbesondere bei Jugendlichen auf gute Resonanz. Das ist sicher eine zukunftsträchtige Art, wie Jugendliche in Kultur eingebunden werden können.

David Baur vom Kunstverein Wagenhallen stellte den für Juli geplanten Schnell-Architektur-Wettbewerb „72 Hours Urban Action“ vor, bei dem 10 internationale Teams Kunst und bauliche Eingriffe im öffentlichen Raum umsetzen. Mit dem Projekt wollen die Wagenhallen Kontakte zu ihrem räumlichen Umfeld (Büros und Einwanderer) schaffen und ihr Viertel mit Kunst konfrontieren. Das Laboratorium mit seiner besonderen Atmosphäre als Live-Club war der perfekte Ort für diesen Abend, um Vertreter von Kulturinitiativen und interessierte Bürger zusammenzubringen. Diskutiert wurden im Anschluss an die Kurzvorträge besonders die folgenden Fragen:

  • Interkulturelle Kulturarbeit – Dein Statement ist gefragt (Rolf Graser/Lab)
  • Content oder Event – Was bringt Kunst im öffentlichen Raum? (Tom Schößler/Lokstoff)
  • 72 hours urban action: konkret .….Was bietet sich für Stuttgart an? (David Baur)

Danach blieb noch genügend Zeit zum gemeinsamen Vernetzen und Austausch. Wir danken dem Laboratorium für seine Gastfreundschaft, den Referenten für ihre Vorträge und den Gästen für’s Kommen!

Euer Socialbar Stuttgart Team

Details

Datum:
09.03.2012
Zeit:
19:00 - 22:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltungsort:
Laboratorium Stuttgart
Wagenburgstr. 147
Stuttgart, 70186 Deutschland
Webseite:
http://www.laboratorium-stuttgart.de/

Das Team